Die Unverfrorenen –
Eine Wintersaison auf der Zugspitze

2004
150 Minuten

Eine Produktion der EIKON Media im Auftrag des ZDF. In Zusammenarbeit mit arte. DigiBeta, 5 x 30 Min.
Erstausstrahlung von 6. bis 10. Dezember 2004, täglich auf arte.


Die Zugspitze bei Garmisch – Partenkirchen ist ein Magnet für Touristen – und das 365 Tage im Jahr. Für Besucher ist der Berg bestens gerüstet: Eine Seilbahn und eine Zahnradbahn führen die Gäste hinauf zu den zwei Restaurants mit über 500 Sitzplätzen, einer riesigen Aussichtsterrasse, Tagungsräumen, einer eigenen Wetterstation, einer kleinen Kapelle und nicht zu vergessen dem Skigebiet mit neun Schleppliften und einem Sessellift. Und der Gletscher der Zugspitze macht es sogar möglich, bis in die Sommermonate hinein Ski zu fahren.
Trotz des Trubels hat die Zugspitze ihren ganz eigenen Charakter bewahrt – sie ist ein traditionelles Skigebiet mit bayerischem Charme. Nicht das Mondäne wie bei Skiorten wie St. Moritz lockt die Gäste, sondern bayerische Gemütlichkeit und eine persönliche Atmosphäre. Für die Mitarbeiter ist es nicht leicht, diesen Charakter zu bewahren und trotzdem den Massentourismus voranzutreiben. Denn auch die Zugspitze muss sich rechnen.
Und auf einen unberechenbaren Faktor müssen sich alle Angestellten auf dem höchsten Arbeitsplatz Deutschlands einstellen: auf das Wetter. Die Natur bestimmt den Tagesablauf, gibt vor, ob das Skigebiet geöffnet werden kann oder nicht. Gerade deshalb lieben naturverbundene Mitarbeiter wie Pistenchef Marzellus Spiegel ihre Arbeit: er kennt jede Facette des Wetters und weiß, ein Schneesturm kann den ganzen Tagesablauf durcheinanderbringen und ein lawinenreicher Winter Menschenleben gefährden.

Die Dokumentations-Reihe gewährt einen intensiven Einblick in den Alltag auf der Zugspitze, wagt einen Blick hinter die Kulissen des Betriebes, der dem normalen Skigast an einem Urlaubstag verborgen bleibt. Kaum vorstellbar, mit welchem enormen Aufwand das Skigebiet für die Gäste präpariert wird, wie gefährlich Lawinensprengungen sein können und wie hoch der Aufwand ist, Trinkwasser und Lebensmittel auf den Berg zu karren.
Eine Wintersaison haben die Regisseurinnen auf der Zugspitze verbracht und sich dabei mit vier ausgewählten Protagonisten beschäftigt:

Marzellus Spiegel ist seit 35 Jahren Pistenchef auf der Zugspitze. Er ist geradlinig und naturverbunden und tut alles, um den Skibetrieb so bergschonend wie möglich am Laufen zu halten.

Seit zwei Jahren hat er einen neuen Chef, den jungen Martin Hurm. Der studierte Maschinenbauer soll die Zugspitze modernisieren und althergebrachte Strukturen verbessern.

Mit ihm arbeitet die 35jährige PR-Frau Stephanie Vogel eng zusammen. Auch sie ist erst vor zwei Jahren eingestellt worden, um mit innovativen Marketingstrategien den Nachwuchs auf die Zugspitze zu holen. Und die Half-Pipe und der Fun-Park werden immer mehr für internationale Wettkämpfe genutzt.

Aufmerksam beobachtet Stammgast Lorenz Anzenberger, genannt „Lorenzo“, den Skizirkus auf der Zugspitze. Die ganze Wintersaison verbringt er auf dem Berg und zieht für seine große Leidenschaft sogar jedes Jahr pünktlich zum Winteranfang von München nach Garmisch.

Die Unverfrorenen –
Eine Wintersaison auf der Zugspitze

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