Geschwister Vogelbach
2005
78 Minuten
Eine Koproduktion der Eikon Südwest und ZDF/3sat, gefördert von der MFG- Baden-Württemberg und dem Weitwinkelförderpreis verliehen durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen aus Mitteln des Europäischen Jahres behinderter Menschen 2003.
78 Min.
Erstausstrahlung: 11. Dezember 2005 auf 3sat
GESCHWISTER VOGELBACH
ein Film über Kindheit
Die Familie Vogelbach könnte geradewegs aus dem Bilderbuch stammen. Sie wohnt in einem riesengroßen Haus. Neben Mutter und Vater sind da noch die Kinder Seba, Luca, Niko und Sophie, und außerdem wohnen da noch der riesige Neufundländer Benny, zwei Katzen und ein paar Fische. Eigentlich ein perfektes Leben, wäre Luca nicht behindert. Doch so dreht sich vieles um den Fixstern Luca, und obwohl bei den Vogelbachs jedes Wesen sein Plätzchen hat, gilt es sich dieses immer wieder neu zu erkämpfen.
Bei den Vogelbachs ist auch manch anderes ungewöhnlich. Dank Luca haben die Geschwister Vogelbach von frühester Kindheit kapieren müssen, dass das Falsche manchmal richtig ist. Überhaupt wird von Seba, Niko und Sophie vorausgesetzt, dass sie anders denken und handeln, weil es eben Luca gibt.
Der Film erzählt von der Kunst, Kinder zu erziehen und Kind zu sein. Was die Vogelbachs auszeichnet, und ihren Alltag so sehenswert macht, ist ihr großmütiger Umgang mit sich und den anderen. Es ist das große Abenteuer Familie, dass sich vor unseren Augen ausbreitet - und das Hinauswachsen über die eigenen Grenzen .
Ein Jahr lang hat Luzia Schmid die Vogelbachs begleitet. Sie hat Luca- als Dreh- und Angelpunkt in dem Beziehungsgeflecht erlebt und zeigt wie er mit seiner Unberechenbarkeit im Leben - wie auch im Film - für Dramatik und viele absurde Situationen sorgt. Manchmal eskaliert die Situation, wie z.B. wenn es der Vater und die Brüder mit vereinten Kräften nicht schaffen, Stützräder an Lucas Fahrrad zu montieren. Ein wahres Desaster. Was bleibt ist der Respekt des Vaters für die Wut seines Sohnes und die ernsthafte Frage „Was soll ich machen?“ – Nichts kann man machen. Wünsche gehen nicht immer in Erfüllung. Jedenfalls nicht immer sofort!

