Maison de France
2004
88 Minuten

Eine Gemeinschaftsproduktion der EIKON Südwest mit der Filmakademie Baden-Württemberg und dem SWR in Zusammenarbeit mit INDI-FILM und dem RBB Berlin. Gefördert von der MFG Baden-Württemberg.

Maison de France – Ein Film von Stefan Suchalla

1983 explodiert im West-Berliner Maison de France eine Bombe. Dabei stirbt der Radsportler Michael Haritz, der gerade mit deiner Friedensgruppe im französischen Generalkonsulat eine Petition übergeben will. Er wird Zufallsopfer eines privaten Krieges, den sein Mörder Johannes Weinrich im Namen des Terroristen Carlos für eine schöne Frau gegen Frankreich führt.
„Maison de France“ ist ein Film gegen das Vergessen der zahllosen Terroropfer, deren Fotos oft schon nach Tagen aus den Zeitungen und dann aus unserer Erinnerung verschwinden. In einem Doppelportrait werden zwei vollkommen gegensätzliche Lebensläufe rekonstruiert, die aus Täter- und Opferperspektive zum Maison de France führen, wo sie sich schließlich verhängnisvoll kreuzen: Johannes Weinrich, 1968 noch eine Figur der Frankfurter Studentenbewegung, geht von allen deutschen Terroristen den radikalsten und blutigsten Weg. Michael Haritz dagegen findet nach einer Sportlerkarriere neuen Lebenssinn in der Friedensbewegung, er entscheidet sich für den gewaltlosen Protest – und verliert dabei sein Leben.

Maison de France

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