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Die Gabe zu Heilen

Ein Kino-Dokumentarfilm

Die Gabe zu Heilen
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Dokumentation

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 90 Minuten
  • Regie: Andreas Geiger

Produktion

  • Eikon Südwest GmbH
  • Produktionsjahr: 2015
  • Produzent: Christian Drewing (Eikon), Frank Scheuffele (Grünbach Film)

Kontakt

  • Christian Drewing
  • EIKON Media GmbH
    Niederlassung Stuttgart
    Talstrasse 41
    70188 Stuttgart
  • Tel. 0711-2483455
  • drewing@eikon-film.de

Eine Koproduktion von Eikon Südwest und Grünbach Film Nord. Gefördert von der MFG Baden-Württemberg und die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

DIE GABE ist eine Geschichte über Menschen mit der Fähigkeit andere Menschen zu heilen. Sie werden Hellseher, Kräuterhexen und Wunderheiler genannt. Ihre Methoden sind oft skurril. Sie beten Warzen bei abnehmendem Mond weg oder klopfen mit geweihten Kräuterbüscheln den Viehstall aus – archaische Rituale gepaart mit Aberglauben und Volksmedizin.

Lernt man sie näher kennen, sind viele dieser „Wunderheiler“ ganz normale Menschen, die eng mit der christlichen Tradition und ihrer regionalen Kultur verbunden sind. Man findet sie in Deutschland in Oberschwaben, in den Alpen, entlang der Küste und sogar in Städten. Sie machen das nicht, um damit das große Geld zu verdienen und auch nicht, um sich zu profilieren.
Im Film lernen wir fünf charismatische „Laienmediziner“ kennen, denen wir bei ihren Behandlungen zuschauen. Der Alphirte Köbi lebte 30 Jahre lang allein in den Bergen und hat dort oben die Kraft der Autosuggestion kennen gelernt - der Wille, der Berge versetzen kann. Der ehemalige Bademeister Stephan lebt in Stuttgart und heilt auch mal am iPhone. Herr Baldauf ist ein gottesfürchtiger Bauer und Laienmediziner im Dorf. Die Erzieherin Birthe aus Hamburg hat ihre Fähigkeiten erst entdeckt, als sie einen Priester heiratete. Und Frau Hamarova ist eine energische ältere Dame, die die Krankheiten ihrer Patienten malt.
Für die Diagnose bedienen sie sich ihrer Sinne, begeben sich in Trancezustände, malen Bilder oder lassen das Pendel schwingen. Wir sehen sie mit Patienten arbeiten, sich in ihr Gegenüber einfühlen, unbequeme Fragen stellen, um schließlich Zusammenhänge zwischen Krankheit und Verhalten aufzuzeigen.
Doch was ist dran, wenn unsere Heiler behaupten in andere Menschen hinein schauen zu können, so als hätten sie einen Röntgenblick? Wie können sie die richtigen Rückschlüsse ziehen aus körperlicher Krankheit, biografischen Ereignissen und psychischer Verfassung? Und weshalb bekommen sie keinen Ärger mit der Ärztekammer?

Das Thema Schulmedizin versus Alternativmedizin spaltet unsere Gesellschaft. Heute – im Zuge von Esoterikboom und alternativmedizinischer Moden – tauchen ganz traditionelle Vertreter der Laienmedizin wieder auf. Alte Bäuerinnen und Alm-Öhis, die ihr Wissen in die Gegenwart gerettet haben, bekommen plötzlich die Türen eingerannt. Es ist geradezu “in“, zu einem Geistheiler zu gehen. Wir vergessen dabei, dass es Heiler schon immer in unserem Kulturkreis gab. Ein Arzt war auf dem Land oder in entlegenen Tälern einfach zu weit weg, also  musste jemand im Dorf mit Kräutern umgehen können oder einfach nur „Seelsorger“ sein.

Wir schauen ganz normalen Menschen über die Schulter, die keine Neuerfindung einer Esoterikwelle sind. Sie arbeiten mit einer Mischung aus Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und Empathie – ganz ohne Röntgenbrille oder Voodoo. Und eben mit ein bisschen mehr, das sich nicht erklären lässt.

Und was ist die GABE? Ist es Scharlatanerie, Mystik oder Aberglaube? Sind es Trickbetrüger oder Weltverbesserer? Oder sind es einfältige Hinterwäldler, an denen die Aufklärung vorbeigegangen ist? Wir glauben zunächst unseren Heilern. Sie sind zu gelassen, als dass wir Ihnen Ihr Handeln nicht abnehmen würden, auch wenn wir immer ein kleines bisschen skeptisch bleiben. Die Gelassenheit und der gleiche Humor, mit denen sich die Heiler uns präsentieren, werden auch den Charakter des Films bestimmen.

DIE GABE ist ein Film über unsere Gesellschaft und ihr Verhältnis zu Heilung.

  • RegieAndreas Geiger
  • HerstellungsleitungMette Gunnar
  • ProduzentChristian Drewing (Eikon), Frank Scheuffele (Grünbach Film)

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