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Sambuco im Valle Stura in Italien

Serie

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 30 Minuten
  • Regie: Winfried Lachauer

Produktion

  • Eikon Südwest GmbH
  • Produktionsjahr: 2008
  • Produzent: Christian Drewing (EIKON), Thomas Feldkircher (Prisma Film)

Kontakt

  • Christian Drewing
  • EIKON Media GmbH
    Niederlassung Stuttgart
    Talstrasse 41
    70188 Stuttgart
  • Tel. 0711-2483455
  • drewing@eikon-film.de

Eine Produktion der EIKON SÜDWEST GmbH und Prisma Film- und Fernsehproduktion GmbH und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von Fernsehfonds Austria

Nur in wenigen Alpenregionen ist es so schön wie im Sturatal, dennoch heißt es im Volksmund "das schwarze Loch Europas". Kaum ein anderer Landstrich hat soviel Bevölkerung verloren, gehört "sopravivvanza", die Kunst des Überlebens, zum täglichen Sprachgebrauch. Noch in den 50er Jahren kamen die Haarjäger dorthin, kauften den Frauen ihre langen Zöpfe ab, ersehnten die Familien nach einem langen Winter das Erscheinen des Buon Enrico, des Wilden Bergspinats.
Von diesen Traditionen erzählt Bartolomeo Bruna, ein Koch der mit seiner Familie die Osteria della Pace führt. „Ich erinnere mich an meine Kindheit, als ich mit meinem Großvater in die Berge ging, um dieses Gemüse zu sammeln. Es wurde ‚Buon Enrico’ genannt, weil Enrico II. von Burgund dem Volk gestattet hat, es zu pflücken, ohne dafür zu bezahlen“.
Das Gemüse wächst in einer Höhe von 1600 bis 2000 Metern Höhe, manchmal sogar bis 2600. Und man kann hier wirklich von einem biologischen Produkt sprechen, denn hierher kommen nur Schafe.“
Er hat die alten Gerichte der Bergbauern wieder entdeckt und ist damit erfolgreich. Für ihn hat die regionale Lage echte Vorteile, denn die Bergwelt liefert  kulinarische Besonderheiten: „Wenn ich über diese Wiesen gehe, stelle ich mir die Schafe vor, die hier weiden. Ich glaube, für ein Schaf ist es wie ein großes Hochzeitsmahl. Es frisst nur, was es wirklich mag – und daher stammt natürlich auch  die außergewöhnliche Qualität des Fleisches, der Wolle und der Milch“. Deswegen bereitet er das Sambucana Schaf auch nur mit Olivenöl zu. Alles andere würde die wunderbare Qualität des Produkts überfrachten.
Sein wichtigster Verbündeter ist der Schäfer Adriano Fossati, er hat jahrelang in der Stadt gearbeitet, aber er ist zurückgekehrt: „Ich arbeite gegen den Strom der Zeit. Ich habe es anders versucht, aber ich habe es nicht geschafft. Ich kann keine andere Arbeit annehmen, denn dies hier ist meine Bestimmung.“ Mit seiner Bestimmung hat er das Sambucana Schaf vor der Ausrottung bewahrt. Die Schafhaltung verhindert aber auch die Verwilderung  der malerischen Kulturlandschaft, den ohne die Schafe wäre die Gegend schon längst mit Gestrüpp überwuchert.
Der Schafzüchter und der Restaurantchef. Sie haben gemeinsam etwas erreicht: das Sambucana-Schaf ist wieder ein Begriff. Es ist weit über die Grenzen des Piemont hinaus sehr gefragt, aber man bekommt das wunderbare Fleisch nur hier. Das Dorf Sambuco hat wieder Hoffnung.

  • RegieWinfried Lachauer
  • ProduzentChristian Drewing (EIKON), Thomas Feldkircher (Prisma Film)
  • RedaktionPeter Allenbacher (ZDF/ARTE)