Dokumentarfilm

37 Grad: Kleine Haustyrannen Grenzenlose Kinder

Synopsis

Eine Produktion der EIKON Media im Auftrag des ZDF

Die Eltern der 15-jährigen Linda leben getrennt. Beide kümmern sich engagiert um sie, wollen stets das Beste für ihr Kind, aber geben zu viel des Guten. Grenzenlosigkeit und Verwöhnung bestimmen den Alltag beim Vater, die Mutter behandelt sie von Anfang an wie eine Freundin. Linda wird verhaltensauffällig. Bereits mit zwölf schwänzt sie die Schule, bleibt nachts fort und lebt zeitweise sogar auf der Straße. Ihre Eltern haben längst die Kontrolle verloren: das Mädchen rastet plötzlich aus und wird immer aggressiver. Die Situation eskaliert, als Linda ihre Mutter angreift, sie dabei verletzt. Seitdem lebt Linda in einer therapeutischen Wohngemeinschaft. Die Einrichtung arbeitet eng mit den Eltern zusammen, versucht ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was Zuhause verändert werden muss. Auch bei Gundula van de G. ist der Familienalltag außer Kontrolle geraten. Ihre zehn- und zwölfjährigen Töchter Annik und Tessa bestimmen den Familienalltag komplett. Gundula van de G. ist sehr streng erzogen worden, musste als Kind auf vieles verzichten. Ihren Kindern dagegen sollte es an nichts fehlen. Erlaubt ist, was Spaß macht, Grenzen oder Regeln gibt es nicht. „Meine Kinder werden als gleichberechtigte Partner behandelt. Wir diskutieren über alles. Mit guten Argumenten dürfen sie alles bestimmen!“ Annik und Tessa aber werden immer aggressiver, verweigern sich in der Schule. Die Situation eskaliert. Gundula van de G. wendet sich verzweifelt an den Bonner Kinderpsychiater Michael Winterhoff. Schon im ersten Beratungsgespräch wird der Mutter klar, dass sie mit ihren Kindern symbiotisch verstrickt ist. In der Therapie lernt Frau van de G. Schritt für Schritt, Regeln einzuführen, Grenzen zu setzen. Der 37°-Film geht der Frage nach, warum immer mehr Eltern ihre Kinder verwöhnen, aus ihnen kleine Tyrannen machen. Wo ist der richtige Weg für eine Erziehung im Gleichgewicht? Wir begleiten zwei betroffene Familien, beobachten ihren Alltag und ihren Weg der Veränderung.

Format: Dokumentarfilm
Erstausstrahlung: 30.06.2009
Länge: 29 Minuten
Sender: ZDF
Produktion: EIKON Berlin
Produktionsjahr: 2009
Produzent: Ulli Pfau

Stab & Darsteller
Regie
Katrin Wegner
Autor
Katrin Wegner
Kamera
Christl Pullmann
Ton
Alex Kowohl, Niels Giehl
Schnitt
Dirk Farin
Produzent*in
Ulli Pfau
Kontakt

Ulli Pfau
EIKON Media GmbH
Film- und Fernsehproduktion
Bergmannstrasse 102
10961 Berlin
Tel. +49-(0)30-695 372-0
info@eikon-film.de

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“...ein aufschlussreicher, kritischer Beitrag von Katrin Wegner zu einem gesellschaftlich relevanten Thema.“

Sächsische Zeitung, 3. Juli 2009
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