Dokumentarfilm

Auf dem Trockenen Wie Großkonzerne unsere Wasserressourcen ausbeuten

Synopsis

Die Methoden großer Mineralwasser- Unternehmen stehen schon länger in der Kritik: In weit entfernten Ländern werden Ressourcen ausgebeutet. Doch auch vor unserer Haustür wird das „blaue Gold“ nun knapp. Der Film behandelt Beispiele bekannter Flaschenwasser-Marken aus Deutschland und Frankreich. Er enthüllt, wie dreist Unternehmen ganz offensichtlich politische Entscheidungen beeinflussen, wie sich betroffene Bewohner dagegen wehren und welche irreversiblen Schäden das Geschäft mit dem Durst bereits angerichtet hat.

Format: Dokumentarfilm
Erstausstrahlung: 19.10.2021
Länge: 52 Minuten
Sender: ZDF/ARTE
Produktion: EIKON Stuttgart
Produktionsjahr: 2021
Produzent: Christian Drewing

Stab & Darsteller
Regie
Jörg Daniel Hissen
Autor
Robert Schmidt
Alexander Abdelilah
Jörg Daniel Hissen
Kamera
Paul Pflüger
Robert Engelke
Erik Hartung
Torben Müller
Ton
David Ansalem
Victor Pierre
Bea Müller
Schnitt
Torsten Truscheit
Mischung
Thomas Weichler
Sprecher
Carsten Krabbe
Produktionsleitung
Patricia Maier
Herstellungsleitung
Helene Friedl
Produzent*in
Christian Drewing
Redaktion
Miriam Carbe
Kontakt
Hintergrund

Die Methoden großer Mineralwasser-Unternehmen stehen schon länger in der Kritik: In weit entfernten Ländern werden Ressourcen ausgebeutet. Doch auch vor unserer Haustür wird das „blaue Gold“ nun knapp. Der Film behandelt Beispiele bekannter Flaschenwasser-Marken aus Deutschland und Frankreich. Er enthüllt, wie dreist Unternehmen ganz offensichtlich politische Entscheidungen beeinflussen, wie sich betroffene Bewohner dagegen wehren und welche irreversiblen Schäden das Geschäft mit dem Durst bereits angerichtet hat.

Volvic, Vittel, Lüneburg: Diese drei Orte stehen für den Kampf europäischer Bürger um ihr Trinkwasser. In der wasserreichen französischen Region Auvergne versiegen Bäche, Apfelbauern klagen über zu kleine Früchte und Europas älteste Fischzucht liegt auf dem Trockenen, während Danone genau dort für seine Marke „Volvic“ jedes Jahr Milliarden Liter abpumpt. Vor der Kamera enthüllt ein Whistleblower, wie er nach Kritik an den Praktiken des Konzerns mundtot gemacht werden sollte. Und Anwohner beschweren sich darüber, dass ihnen Baugenehmigungen verwehrt wurden, weil angeblich unklar sei, ob in der Gegend noch genug Wasser für alle da ist.

Auch im ostfranzösischen Vittel wird das Wasser knapp. Dennoch verlassen jeden Tag hunderte Lastwagen mit Vittel-Flaschen das örtliche Nestlé-Werk. Umweltschützer und Korruptions-Experten klagen gegen das Unternehmen, weil es offenbar nicht nur mit Sponsoring die lokale Wasser-Politik beeinflusst hat, sondern auch teils illegal abpumpe und verbotene Plastik-Müllhalden betreibe. Nun befasst sich sogar ein parlamentarischer Kontrollausschuss mit Volvic und Vittel. Arbeitsauftrag der französischen Kommission: „Untersuchung zum Wasser-Raubbau durch Konzerne und dessen Folgen“.

„Kein 2. Vittel“ heißt es auf Protestschildern im norddeutschen Lüneburg. Dort stellen sich viele Bewohner gegen eine von Coca-Cola geplante dritte Entnahmestelle. Sie befürchten, dass bei ihnen bald der Wasserhahn kräht, vor Trockenheit. Bei mehreren Großdemos gegen den neuen Coca-Cola- Brunnen beteiligten sich mehr als tausend Lüneburger aller Generationen.

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