Unfassbar – der fleischessende Mensch hat ein System erschaffen, in dem er vor sich selbst verbirgt, dass er Tiere isst! Wie gelingt ihm das?

Im Zentrum des 90-minütigen Dokumentarfilms von David Spaeth  stehen Menschen aus verschiedenen Milieus in ihrer Vorbereitung auf den letzten Moment der Begegnung mit dem Tier – bevor sie es töten. Sie ergründen ihre Haltung zu den großen Fragen, die mit der Fleischproduktion und dem Tier untrennbar verbun- den sind. Fragen nach Haltung, Nachhaltigkeit, Ethik und Liebe.

Die Beobachtungen und Gespräche mit diesen tötenden aber auch tierliebenden Menschen sind eingerahmt von wiederkehrenden Inszenierungen von Fleisch-Foodporn-Bildern und Einblicken in ein Zukunftsszenario, das bald Realität sein wird: den menschenlosen Schlachtbetrieb voller Roboter. Obwohl der Tod der Tiere im Film ein zentraler Konflikt ist, wird Gewalt nur sparsam und als dramaturgisches Mittel verwendet. Der neugierige und offene Blick gilt den Menschen auch außerhalb der Orte, wo getötet wird. Frei von einer vorab gesetzten moralischen Haltung entsteht in Summe ein Bild auf ein System der Verdrängung, das es uns erlaubt, unserem Wissen und Gewissen zum Trotz weiter Fleisch zu essen.

Mit Unterstützung der MFG Filmförderung und dem FFF Filmförderfonds in Koproduktion mit dem SWR und BR beginnen die Dreharbeiten.