Dokumentarfilm

Lucy McEvil Diseuse auf Winterreise

Synopsis

Eine Produktion der Eikon Südwest im Auftrag von ZDF/3sat.

In Wien und zunehmend auch in Deutschland und der Schweiz genießt sie Kultstatus – die Sängerin und Schauspielerin Lucy McEvil. Lucys Dasein heißt Gestaltung und Imagination. Sie selbst ist durch und durch eine Kunstfigur – und hinter dieser Kunstfigur steht ein Mann.
Lucy lebt in Wien, am äußersten Rand der Stadt. In einer Kleingartensiedlung, mitten in einem wunderschönen wilden Garten steht die „Villa Valium“, das pittoreske Häuschen, in dem die Künstlerin seit nunmehr 18 Jahren residiert. Hier erholt sich der Star von den Strapazen des Nachtlebens. In nur wenigen Jahren hat sich Lucy McEvil von einer provokanten Protagonistin der Subkultur zu einer ernstzunehmenden Künstlerin entwickelt. Ihre Fans lieben und verehren sie. Lucy bietet Unterhaltungstheater im besten Sinne. Ihr Spiel mit Äußerlichkeiten überdeckt nur sehr flüchtig dahinter lauernde Abgründe. Das Flache, Eindimensionale mag sie überhaupt nicht.
Ende 2005 wagte sich Lucy an ein sehr ambitioniertes Projekt, an Franz Schubert und seinen Liederzyklus „Die Winterreise“. Mit der ihr eigenen Art der Darstellung bricht die Diseuse die Intimität und Selbstbezogenheit von Schuberts Liedern auf. Statt dessen betont sie deren dramatische Facetten und schafft damit eine Interpretation, die auf die Zerrissenheit des heutigen Menschen Bezug nimmt.
Lucy McEvil – die Sängerin, die Schauspielerin, das Paco-Rabanne- und Gianfranco-Ferré-Model, die umschwärmte Diva der Nachtclubs, in denen sie auch als DJ ihre „heavy-easy-listening“ Musik unter die Leute bringt. So schillernd, faszinierend und überlegen sich die Künstlerin im Rampenlicht bewegt, so besonnen, nachdenklich und abgeklärt erscheint der hinter der Kunstfigur stehende Mann.
Stephanus Domanig zeigt in seinem Film das Wesen dieser beiden unterschiedlichen Personen und die rätselhafte Spannung ihrer Verbindung. Ein Jahr lang begleitete er Lucy bei ihren Auftritten in Zürich, Hamburg und vor allem in ihrer Heimatstadt Wien. Sein Film dokumentiert eine unterhaltsame wie interessante Reise durch eine Künstlerwelt voll von Glamour, Glitter, Reflektionen, Reflexionen und außergewöhnlichen Persönlichkeiten.

Dank an: Marianne Kohn, Bernd Schlacher, Uwe Rosteck

Format: Dokumentarfilm
Erstausstrahlung: 01.01.2006
Länge: 58 Minuten
Sender:
Produktion: EIKON München
Produktionsjahr: 2006
Produzent: Christian Drewing

Stab & Darsteller
Regie
Stephanus Domanig
Autor
Stephanus Domanig
Kamera
Moritz Gieselmann, Andreas Schäfauer, Christoph Hochenbichler
Ton
Sven Wallrath, Tobias Thelke, Sebastian Riehm, Simon Kraus
Schnitt
Niki Mossböck
Produktionsleitung
Mette Gunnar
Produzent*in
Christian Drewing
Redaktion
Maria Kasten (ZDF/3Sat)
Darsteller*innen
Lucy McEvil, Martin Kratochvil, Georg Mauerhofer, Günther Schiebeck, Rüdiger Hentzschel, "Aleks", "Die Rettig", "Dusty O.", Erik Leidal, Gregor Eichinger, Matthias Engelmann
Kontakt

Christian Drewing
EIKON Media GmbH
Niederlassung Stuttgart
Talstrasse 41
70188 Stuttgart
Tel. 0711-2483455
drewing@eikon-film.de

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