Dokumentarfilm

VOM TÖTEN LEBEN

Synopsis

Eine Koproduktion der EIKON Südwest mit dem Westdeutschen Rundfunk
entwickelt mit Mitteln des Media Programm der Europäischen Union
gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch
Brot für die Welt-Entwicklungsdienst

Wie können Menschen vom Töten leben, indem sie seit vielen Generationen Kriegswaffen herstellen?  

Um eine Antwort zu finden, besucht Filmemacher Wolfgang Landgraeber die schwäbische Kleinstadt Oberndorf, wo er vor dreißig Jahren, auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung, den Dokumentarfilm "Fern vom Krieg" drehte. Was hat sich seither geändert? Er sucht Mitglieder der damaligen Friedensgruppen, Gewerkschafter und Pfarrer auf und befragt Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Heckler & Koch, wo die weltweit von Militärs und Terroristen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Sein neuer Film zeigt Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in Afrika und auf dem Balkan, wo mit Heckler & Koch-Waffen erbittert gekämpft wurde und wird.

Oberndorf, die 14.000-Einwohner-Stadt am Ostrand des Schwarzwaldes sieht sich mit  einer schleichenden Krise konfrontiert. Das Stadtbild zeigt es: verfallende Häuser, geschlossene Geschäfte. Zwei Drittel der  Arbeitsplätze sind in den beiden Rüstungsbetrieben Mauser und Heckler seit den 80er Jahren verloren gegangen. Für manchen Oberndorfer liegt ein Fluch über der Stadt, seit der König von Württemberg 1812 befahl, im ehemaligen Augustinerkloster eine Gewehrfabrik einzurichten. Viele Millionen Menschen haben durch Mauser- und H&K-Waffen ihr Leben eingebüßt – durchschnittlich alle 15 Minuten kommt nach Schätzungen von Rüstungsgegnern einer hinzu.

Tatsachen, die die meisten in der Waffenindustrie arbeitenden Menschen nicht akzeptieren wollen. Für sie wiegen die friedenserhaltenden Effekte der Rüstungsproduktion gleich schwer. Oberndorf sieht sich an den Pranger gestellt.  Die Krise verschärft sich, seit beim G36 Präzisisionsprobleme auftauchten und das Bundesverteidigungsministerium die Ausmusterung der Bundeswehr-Standardwaffe anordnete, deren Produktion  wegen verschärfter Ausfuhrbestimmungen bereits eingeschränkt war.

„Vom Töten leben“ – ein Film gegen eine Mauer der Verdrängung und des Trotzes.

Format: Dokumentarfilm
Erstausstrahlung:
Länge: 90 Minuten
Sender: WDR
Produktion: EIKON Stuttgart
Produktionsjahr: 2016
Produzent: Christian Drewing

Stab & Darsteller
Regie
Wolfgang Landgraeber
Kamera
Werner Schmidtke
Ton
Nicolas Ohnesorge
Produktionsleitung
Helene Friedl
Herstellungsleitung
Mette Gunnar
Produzent*in
Christian Drewing
Redaktion
Jutta Krug (WDR)
Kontakt

Christian Drewing
EIKON Media GmbH
Niederlassung Stuttgart
Talstrasse 41
70188 Stuttgart
Tel. 0711-2483455
drewing@eikon-film.de

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